Projekt
Damit mehr Menschen in Hamburg sicher und gerne Fahrrad fahren, braucht es gute Radwege und verständliche Routenführungen. Gleichzeitig ist wichtig herauszufinden, ob die vorhandenen Wege von Radfahrenden als sicher, praktisch, intuitiv und angenehm erlebt werden.
Im Projekt BikeAccessCheck kartieren wir den Zustand der Radwege und befragen Radfahrende, wofür sie ihr Fahrrad nutzen und welche Infrastruktur sie bevorzugen. Hinzu kommt die Auswertung von Planungsdokumenten und Unfallstatistiken. Daraus entsteht ein digitales Karten-Tool, mit dem die Bewertung der Radwege – je nach Nutzungspräferenz – abgebildet wird. So kann die bestehende Infrastruktur zielgenau verbessert werden und die Vielfalt der Radfahrenden bei künftigen Planungen besser berücksichtigt werden.
Ziel des Projektes BikeAccessCheck ist es daher, die unterschiedlichen Ansprüche an die Radinfrastruktur räumlich differenziert abzubilden und auf dieser Basis ein Werkzeug zur Unterstützung regelkonformen Planungshandelns bereitzustellen.
Analysekonzept BikeAccessCheck

Bikeability-Forschung in Hamburg
Bikeability bezeichnet die wissenschaftliche Untersuchung der Radfahrfreundlichkeit von Städten. Aus Indikatorensystemen (z.B. Oberflächenbeschaffenheit, Radwegbreite, Führungsart und Dooring-Gefahr) lassen sich Bikeability-Indizes erarbeiten und Karten erstellen.
Die Forschung nutzt verschiedene methodische Zugänge zur Bewertung der Bikeability: Quantitative GIS-basierte Analysen ermöglichen eine datengestützte Bewertung der Infrastruktur. Qualitative Erhebungen (z.B. Interviews) ergänzen die Forschungsperspektive.