Geophysiker Benedikt Haimerl erhält Annette-Barthelt-Preis
20. März 2026, von ch
Heute wurden am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zum 39. Mal drei Nachwuchswissenschaftler:innen für ihre exzellenten Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Einer von ihnen, Benedikt Haimerl vom Institut für Geophysik, erhält den Annette-Barthelt-Preis für seine Masterarbeit „Machine Learning based Denoising of Seismic Reflection Data for the Reconstruction of the Largest Waterfall in the Geological Record“ an der Universität Hamburg. Betreut wurde er von Prof. Dr. Christian Hübscher und Prof. Dr. Conny Hammer. Mithilfe von Methoden aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz filterte er seismische Daten, die er während einer internationalen METEOR-Expedition unter Hamburger Leitung im Mittelmeer sammelte. Das Ergebnis dieses innovativen Auswerteverfahrens legt die Annahme eines Paläo-Wasserfalls über einem steil abfallenden Relief von 2200 m Tiefe auf 20 km Länge nahe. Wahrscheinlich handelt es sich hier um den größten Wasserfall der Erdgeschichte, der am Ende der Messinischen Salinitätskrise (vor 5-6 Mio. Jahren, Austrocknung des Mittelmeeres) als ein katastrophales Ereignis in Form einer Megaflut das östliche Mittelmeer wieder mit Atlantikwasser flutete.
Die Pressemitteilung findet sich hier.