Von Studierenden organisierter Workshop: Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft im Alten Land
2. Juli 2026, von Tim Eckhard

Foto: UHH/Eckhard
Das Alte Land ist Heimat des größten zusammenhängenden Obstbaugebietes Deutschlands. Der Obstbau hat in der Region große Tradition, wird dort seit Jahrhunderten betrieben, ist Wirtschaftsmotor, identitätsstiftend und versorgt die Stadt Hamburg mit regionalen Lebensmitteln.
Doch der Obstbau im Alten Land steht vor großen Herausforderungen, um veränderten Anforderungen an nachhaltige Lebensmittelproduktion, Naherholung sowie Klima-, Biodiversitäts- und Bodenschutz gerecht zu werden. Diese Transformation erzeugt ökonomischen Druck und Interessenskonflikte.
Zu diesem Thema haben einige Studierende des Lernprojekts „Böden im transdisziplinären Dialog“, das Dozenten der Fachbereiche Sozialwissenschaften und Erdsystemwissenschaften gemeinsam anbieten, eigenständig einen Workshop organisiert. Dieser fand am 01. Juli im Rahmen der Solution Talks der Hamburg Sustainability Week in der Hamburger Handelskammer statt. Hierzu wurden Expert:innen aus Wissenschaft, Verwaltung und Landwirtschaft eingeladen, um den transdisziplinären Dialog zur Zukunft der Landwirtschaft im Alten Land zu fördern. Nach einer kurzen Vorstellung gab es in kleinen Diskussionsrunden reichlich Gelegenheit zur partizipativen Auseinandersetzung. Hierbei konnten unterschiedliche und teils widersprechende Perspektiven und Meinungen ausgetauscht werden. So wurden trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte und vorhandener Interessenskonflikte gemeinsam die Möglichkeiten zur Zukunftssicherung des Obstanbaugebietes erkundet. Dieser Workshop verdeutlichte, dass eine nachhaltige Zukunft des Obstanbaus im Alten Land durch kontinuierlichen Austausch und enge Zusammenarbeit aller Beteiligten – von Landwirt:innen über Wissenschaft bis hin zur Politik – gefördert werden muss, damit eine gemeinsame Transformation gelingen kann.

